Sonderbares Verhalten Grammostola rosea ? - Nein ;-)
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An dieser Stelle möchte ich einmal allen anfangenden Vogelspinnenhaltern Mut machen, die eine Grammostola rosea Ihr eigen nennen und mit deren Verhalten immer wieder Ihre Probleme haben... alte Vogelspinnenhasen werden Ihre "Erfahrungen" mit dieser Art schon gemacht haben . . .
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 Rosea Rücken |
 Rosea Terri |
 Rosea beim Futtern |
Grammostola rosea (H. Walckanaer ,1837)
- Ursprung:
Bolivien, Chile, Argentinien
- Aussehen: rot-braune Grundfärbung mit einem metallischen rosa schimmern
- Körperlänge: 5-6 cm
- Lebensweise: bodenbewohnend und tunnelbauend, krabbelt aber im ganzen Terri umher
- Haltung: ICH halte sie recht trocken, gieße nur die Pflanze und fülle den Wassernapf auf.
- Nahrung: Während Ihre Nahrung "Zuhause" hauptsächlich aus Totenkopfschaben bestehen soll, hat sie bei mir alles angenommen, vom Heimchen bis zur Wanderheuschrecke.
- Nachzucht: kein Problem, deswegen sind die Preise für sie auch sehr human. (Diese Aussage muß ich etwas revidieren... die meisten Tiere, die adult in Zoohandlungen zu finden sind, sind Wildfänge, da sich leider fast niemand mehr die Mühe macht, dieses Tier nachzuziehen.)
- Verhalten: hier sind sich die Bücher auch einig, sehr friedliche Art, die zur Verteidung zubeißt . . .
Was aber nirgendwo steht:
. . . , daß diese Art jedem Halter ein enormes Maß an Ruhe abverlangt und besonders für ungeduldige Halter zur Folter wird ;-)
- Meine rosea habe ich als ca. 5mm kleinen Spiderling im Sommer 1998 als 98er-Nachzucht in einer Zoohandlung gekauft.
- Anfangs war das Verhalten auch sehr gut vorhersehbar, Spiderlinge sind da ja noch recht schnelllebig. Sie fraß sehr fleißig alles, was ich Ihr damals aus dem Garten gefangen habe.
- kurz vor jeder Häutung hörte sie auf zu fressen und sehr schnell hat man dann schon die Farbveränderung auf Ihrem Hinterleib (Abdomen) gesehen.
- Nach der Häutung dauert es meist nur eine Woche, bis sie wieder Ihren ersten Tiere futterte, bis, ja bis . . .
- . . . sie dann bei einer Größe von ca. 3,5cm im Frühjar 2000 ihre letzte ausgewachsenen Wanderheuschrecke (!) zu sich nahm . . .
- . . . und ab diesem Tag fraß sie nichts mehr, häutete such auch nicht, war keineswegs krank! und sah NIE abgemagert aus.
- 1 Jahr später hat sie wieder ihr erstes Heimchen erlegt und sich einen Monat später gehäutet, nach fast 1,5 Jahren, und man soll auch nicht glauben, daß sie nach dieser Häutung gewachsen wäre, nein, nur ihre Farben leuchten nun wieder im alten Glanz. Für ein Tier dieses Alters ist mir so eine lange "Pause" noch nie vorgekommen. Es kann durchaus zwischen den Häutungen Intervalle von bis zu 2 Jahren bei sehr alten Exemplaren geben, aber ein subadultes Tier bereitet einem da viele Sorgen.
- Auch sollte man dieser Spinne öfter mal erzählen, daß sie bodenbewohnend ist und eigentlich Tunnel bauen sollte, da sie sich zumindest bei mir überall im Terri rumtreibt, nur fast nie am Boden (und ich heize nicht mein Terri von unten wie ne Kochplatte...).
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