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Damit auch anderen Autoren, die sich nicht mit "html + Webseitengestaltung" beschäftigen möchten, die Möglichkeit haben, Ihre Erfahrungsberichte im WWW zu veröffentlichen, gibt es nun diese neue Rubrik "Erfahrungsberichte Co-Autoren".
Wenn Ihr ein paar interessante Bilder habt, und dazu eine kleine Geschichte berichten wollt, so werde ich diese hier darstellen.
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Co-Autor Marty (Berlinspinnne): Thema: "Kokon Brachypelma vagans"
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Schon ein paar Tage nach der Verpaarung begann die Vagans, sich in ihren Bau zurückzuziehen und auch den Eingang zuzuspinnen. Bis zum Kokonbau sollte es aber noch eine Weile dauern.
Etwa zwei Monate nach der Verpaarung wurde die Höhle unter der Korkröhre mit einem feinen Gespinst komplett ausgekleidet, so dass es leider auch nicht mehr möglich war, in die Röhre zu schauen. Ich störte die Spinne natürlich auch nicht mehr, da die Eiablage jetzt unmittelbar bevorstand. Zumindest den Bau des Kokons nach der erfolgten Eiablage sollte ich ja beobachten können. Natürlich legte sie genau dann los, als ich mich mal 3 Tage aus Berlin entfernte. Nach meiner Rückkehr musste ich dann feststellen, dass sie nun stolz mit einem schönen Kokon in ihrer Höhle hockte. In diese konnte ich nun wenigstens wieder reinschauen, da sie das vor der Eiablage angelegte dichte Gespinst für den Kokonbau verwendet hatte.
Die Höhle verließ die Spinne vier Wochen lang nicht. Der Eingang war in diesem Zeitraum auch stets verschlossen. Seit Kurzem scheint sie aber der Meinung zu sein (und sie wird es ja wohl auch wissen), dass die Kleinen im Kokon nun etwas mehr Wärme benötigen. Eines Morgens stellte ich fest, dass der Höhleneingang geöffnet war und Mama Vagans das Terrarium inspizierte und dieses auch mit einem Gespinstteppich auskleidete. Kurze Zeit später holte sie den Kokon auch raus und legte ihn in die "Sonne" unter den Halogenspot. Da entstanden dann auch die Bilder, die ich allerdings durch die mit Gespinstfäden versehen Scheiben schießen mußte, da ich das Tier mit dem Öffnen der Schiebescheiben nicht stören wollte.
So wiederholt es sich jetzt jeden Tag: Nach dem Verlöschen der Beleuchtung geht es zur Nachtruhe in die Höhle, morgens kommt sie mit dem Kokon wieder raus und hält ihn ins Licht.
Weitere Bilder und Berichte nach dem Schlupf der Jungen werden folgen!
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Fortsetzung
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Genau 10 Wochen nach der Eiablage habe ich der Spinne den Kokon
abgenommen. Das geschah natürlich nicht ganz freiwillig, aber nachdem
ich das Tier ein wenig mit einem Stäbchen geärgert habe, hat sie sich
-den Kokon zurücklassend- in ihre Höhle zurückgezogen. Zweck dieser
Übung war einerseits, daß ich einmal kontrollieren wollte, ob alles "im
grünen Bereich" ist, oder ob sich im Kokon evtl. Schimmel gebildet hat,
der die gesamte Brut gefährden kann. Andererseits dürfte der Zeitpunkt
des Schlüpfens in die nahe Zukunft gerückt sein. Da ich aber auf jeden
Fall vermeiden wollte, daß im Terrarium ein paar hundert Spiderlinge
rumraufen und ich um jeden mit der Alten kämpfen muß, war das ein
weiterer Grund, den Kokon selbst weiter zu zeitigen. Der dritte Grund
ist naheliegend: Neugier :-).
Nach dem Kokonklau habe ich diesen mit einer kleinen Schere ein wenig
aufgeschnitten. Und siehe da: es krabbelten viele kleine Tierchen darin
rum. Nach meiner Einschätzung befinden sich die Tiere jetzt im Larven-
Stadium. Sie haben sich also vom Ei schon zur Prä-Larve und dann zur
Larve entwickelt. Nach der nächsten Häutung befinden sie sich dann in
der sogenannten "ersten Freßhaut". Dann werde ich mich um eine
artgerechte Verpflegung kümmern müssen :-). Im Moment lagert der gesamte
Kokon in einer Heimchenbox mit auf einem leicht befeuchteten Zellstoff.
Der Alten habe ich als Kokonersatz ein zusammengeknülltes Küchenkrepp
ins Terrarium gelegt, damit sie nicht so traurig ist und ewig den Kokon
sucht. Nach kurzer "Zellstoff- Brutpflege" hat sie den Schwindel aber
schnell bemerkt und hockt jetzt sauer in ihrer Höhle. Ich werde ihr
demnächst erst einmal wieder Futter anbieten. Sie hatte schon lange vor
der Verpaarung (vor etwa 5 Monaten) nichts mehr gefressen, so daß sie
jetzt ziemlich mager ist.
Ich werde über die Entwicklung der Kleinen weiter berichten.
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