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Damit auch anderen Autoren, die sich nicht mit "html + Webseitengestaltung" beschäftigen möchten, die Möglichkeit haben, Ihre Erfahrungsberichte im WWW zu veröffentlichen, gibt es nun diese neue Rubrik "Erfahrungsberichte Co-Autoren".
Wenn Ihr ein paar interessante Bilder habt, und dazu eine kleine Geschichte berichten wollt, so werde ich diese hier darstellen.
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Erfahrungsbericht Co-Autor Marty (Berlinspinnne): Thema: "Abgebrochene Chelizeren"
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Meine erste Spinne war eine Brachypelma annitha, erworben im Dezember 1999 auf einer Insektenbörse in Berlin. Gekauft habe ich sie als Spiderling, keinen Zentimeter groß. Im Sommer 2000 zog sie dann nach mehreren erfolgreichen Häutungen in ein Terrarium um. Maße: B x T x H 25 x35 x 30 cm. Beleuchtet und beheizt wird das Terrarium mit einem 20 W Halogen- Spot, den ich direkt auf das Terrarium gelegt habe. Der Spot ist über einen Dimmer in seiner Helligkeit regelbar.
Falls diese Vierer-Kombination jemanden bekannt vorkommt: Nach der Anleitung von Peters Vogelspinnenseite gebaut (B. annitha: Terrarium links).
Den Bodengrund habe ich immer zu einem Teil feucht gehalten. Die Temperatur lag bei 27-29°C tagsüber und 20 22°C nachts. Die Spinne zeigte kein auffälliges Verhalten, saß eigentlich immer ruhig rum, bevorzugt auf ihrer Korkröhre. Nach der Häutung am 17.04.01 jedoch begann sie, ständig im Terrarium rumzuwandern. Scheiben hoch und runter (hoch kletternd, runter fallend) und eben auch bevorzugt an den Schiebescheiben, die sie versuchte aufzuschieben (allerdings ohne Erfolg, da ich den Schlüssel hatte). Leider begann sie auch, sich am vorderen Lüftungsgitter zu verbeißen, da sie wohl nun auf diesem Weg das Terrarium verlassen wollte.
Eines Abends mußte ich nun feststellen, daß sie sich eine ihrer Cherlizeren abgebrochen hatte. Sie steckte sogar noch vorne im Lüftungsblech drin. Ich ließ sie erst einmal in Ruhe und gab ihr ein paar Tage später ein kleineres Heimchen ins Terrarium rein. Und sie fraß es auch ohne größere Probleme, was mich dann erst einmal beruhigte. Leider mußte ich ein paar Tage später feststellen, daß sie sich nun auch noch die zweite Chelizere abgebrochen hatte, da sie in der Zwischenzeit die Ausbruchsversuche nicht eingestellt hatte.
Ich ärgerte mich nun natürlich, daß ich sie nicht zur Quarantäne in eine Faunabox gesetzt hatte. An Fressen war ab jetzt natürlich nicht mehr zu denken. Probeweise reingesetzte Heimchen wurden ignoriert.
Den Bodengrund habe ich jetzt den Ratschlägen erfahrener Vogelspinnenhalter folgend völlig austrocknen lassen. Das Herumwandern im Terrarium und das Hochklettern an den Scheiben stellte sie daraufhin ein.
Am 17.10.2001 erfolgte dann endlich eine erneute Häutung, genau ein halbes Jahr nach der letzten. Bis dahin ist die Spinne nicht ein bißchen dünner geworden, FDH funktioniert bei den Tierchen also nicht. Die Chelizeren waren wieder komplett, auch bei der Häutung gab es keinerlei Probleme.
10 Tage nach der Häutung begann sie auch wieder zu fressen, wie das Bild eindrucksvoll beweist.
Nach etwa weiteren 2 Wochen begann sie jedoch wiederum mit ihrer Wanderschaft, auch die Scheiben des Terrariums waren wieder ein bevorzugter Aufenthaltsort. Es war wie bei der Häutung zuvor: Häuten, 2 Wochen Fressen, klettern. Dieses mal stellte sie ihre Kletterversuche jedoch nach weiteren 2-3 Wochen wieder ein, jetzt sitzt sie wieder vorschriftsmäßig den ganzen Tag auf der Lauer und wartet darauf, daß Herrchen etwas Freßbares liefert.
Interessant wäre nun, ob jemand schon ähnliche Verhaltensweisen beobachten konnte. Eventuell gibt es ja nach der Häutung ein Bedürfnis der Spinne, sich ein neues Jagdrevier zu suchen o.ä.. Falls ähnliche Verhaltensweisen beobachtet wurden oder Erklärungsansätze bekannt sind, einfach mal mailen oder auch im BerlinSpinnen-Forum posten.
Besten Dank schon mal,
Marty
zusätzliche Quellen:
InfoCenter: Thema: Chelizeren abgebrochen!
Kamera: Datenblatt
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Hagen von Tronje:
"Vielen lieben Dank Marty, ich hoffe dieser Bericht kann einigen Verzweifelten helfen auch in so einer Situation nicht die Hoffnung zu verlieren :) "
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