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Forensystem des Vogelspinnen InfoCenters >> Vogelspinnen Forum >> drei frägchen ;)

Autor Thema:   drei frägchen ;)
Stef@n
- Mitglied -
Erstellt am: 22. Juli 2000 21:11 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Stef@n anzusehen!   Klicken Sie hier, um Stef@n eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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hi!
hab mal ein paar fragen *g*
1) wenn ich meiner a.geniculata wasser in hr terri geben...rastet die förmlich auf und springt auf jeden tropfen, der den boden berührt...wie ist das denn in freier natur wenns dann mal regnet...da müsste die ja nur noch rumrennen und irgendwelche regentrofen "angreifen"
2) wie viel tage oder wochen vor eier häutung verfärbt sich denn eine glatze von ner bombadierspinne wieder dunkel? meiner smithi fehlen ein paar brennhaare am abdomen, was man aber nur dadurch erkennen kann, weils da anders schimmert. die läuft jetzt aber schon *grübel* fast 2 wochen so rum...
3) was macht ihr, wenn ihr tausende von fruchtfliegen in eurem becher habt, aber der "nährbrei" zu ende geht?! ich habe mir ein paar drosophilas gekauft gehabt,welche ja nx anders zu tun haben außer sihc zu paaren und jetzt ist der becher megavoll, aber der nährbrei fast weg
mhh, das wars

cu
stef@n

Sören
- Mitglied -
Erstellt am: 22. Juli 2000 22:53 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Sören anzusehen!   Klicken Sie hier, um Sören eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Vieleicht hat deine Spinne ja nur einen Verpeilten Tastsinn!?
Oder sie liebt es einfach nur im Regen zu Tanzen...

Micha
- Mitglied -
Erstellt am: 23. Juli 2000 00:47 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Micha anzusehen!   Klicken Sie hier, um Micha eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Hallo Stef@n,

1)in der freien Natur sind die Spinnen solche "Belästigungen" und Streß sicher gewohnt, da vergeht ja kaum eine ruhige Minute.

2)die Dunkelfärbung der Glatze kann schon 4-5 Wochen vor der Häutung einsetzen. Wenn die Spinne noch recht jung sein sollte,kann der Abstand zwischen Färbung und Häutung auch geringer sein.

3)am besten kochst Du den Nährbrei selbst. Nimm Haferflocken und Waser und koch das ganze gut durch bis der Brei zähflüssig ist. Dann packst Du einn paar Löffel Zucker und eine zermatschte Banane dazu und verrührst das ganze gut. Dann verteil es in ein paar Heimchendosen, leg oben Holzwolle drauf und gib ein paar Obstfliegen mit in die Dose. In spätestens 3 Wochen hast Du wieder reichlich Drosophilas. Ist superbillig und klappt prima mit der Zucht.


Gruß Micha

Martin Huber
- Mitglied -
Erstellt am: 24. Juli 2000 23:07 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Martin Huber anzusehen!   Klicken Sie hier, um Martin Huber eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Micha, Stef@n & Co.,

es geht auch noch einfacher - das kochen kann man sich eigentlich sparen - z.B. Apfelmus, Haferflocken, ein Schuß Essig und eine Prise Hefe (+ Zucker für die Hefe) geben auch ein gutes Zuchtsubstrat.

hier mal ein älteres Posting zu dem Thema:

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Hallo Ralf,

Du willst EIN Rezept? Für Drosophila Zucht gibt es hunderte!!!
Sind aber alle sehr ähnlich aufgebaut: ein Schuß Essig + Hefe + Zucker (für die Hefe) + Bindemittel (Mehl, Haferflocken, Watte, Stroh, Weizenkleie, Toastbrot,...) + wahlweise Vitaminpulver/Saft oder Mineralien.
Von der Konsistenz her sollte der Teig, schwer klebrig vom Löffel fallen.
Ca. ein bis zwei Zentimeter davon in ein Glas füllen, noch irgendwas zum Sitzen für die Fliegen (z. B.: zerknülltes Papier, Holzwolle, Heu, Stroh,...) und einige Fliegen als Zuchtansatz. Das Glas kannst Du mit einem Ny nstrumpf, einem Deckel mit kleinen Löchern oder einem Stück Haushaltspapier und einem Gummiring verschließen. Wenn Du die stummelflüglige Variante züchtest, ist ein Nylonstrumpf ungeeignet, da sie sich dadurch mit den fliegenden Kollegen korpulieren und das wars dann mit dem nicht fliegen können! :-(

Gegen Schimmel kannst Du eine Messerspitze Nipagin in den Brei tun. Nipagin bekommst Du in der Apotheke. Es geht auch mit ein oder zwei Scheiben billigem Toastbrot (in Weißbrot sind mit die besten Schimmelhemmer drinnen).

Gläser bei Zimmertemperatur aufstellen.
Bei der kleinen Fruchtfliege schlüpft die nächste Generation nach ca. 14 Tagen, bei der großen nach drei bis vier Wochen.

Großes Problem sind Milben, sowohl im Futterbrei, als auch an Larven schmarozende! Gegen Milben gibt es die unterschiedlichsten Tips:
- Futterbrei etwas feuchter halten, dann können sie nicht darauf laufen
- etwas mehr Fliegen in einen Ansatz, damit besonders viele Maden den Brei immer in Bewegu halten und umackern
- Gläser auf eine Styroporplatte stellen; darauf laufen Milben nicht so gern
- einen leichten Luftzug über den Gläsern mögen Milben angeblich auch nicht so gern
- Gläser auf ein Tablett mit Öl stellenm dann können sie nicht von einem Glas zum anderen wandern; Besser händeln als Öl läßt sich Wasser mit einem Spritzer Spühlmittel damit die Oberflächenspannung bricht und die Milben nicht darauf laufen. Schmiert nicht so wie Öl, wenn es mal danebenläuft
- es gibt auch welche die das Tablett mit einem Kontaktgift besprühen - bin ich aber kein Fan von!
- oder Kulturen auf ein impragniertes Papier ( die Kuchenschranke werden damit ausgelegt) stellen und so die Milben fernhalten.
- gegen Milben, die im Substrat selber sind: Diese kann man in der Mikrowelle abtöten, direkt nachdem man die Kutur angesetzt hat (naturlich vor dem Zugeben der Hefe und der Fliegen).
- ...

Noch ein Tip für die stummelflüglige Zucht: da dies ein rezessiver Erbgang ist und ie die Flügel "verlieren", sobald eine flugfähige in die Zucht gerät, sich die Flügel mit der Zeit aber auch von selber zurückbilden, muß man immer wieder darauf achten, daß man nur reine flugunfähige zur Zucht ansetzt. Dazu schüttet man die Fliegen einfach in eine Schüssel und wartet bis die flugfähigen abgehauen sind, den Rest kann man dann zur Zucht ansetzen.


Hier noch ein paar Futterbreirezepte, Ideen (stammen zum Teil aus der Mailingliste der IGF => "Ich" bin dann nicht ich ;-) ):

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die kleine Fruchtfliege läßt sich auch sehr gut auf reifen pürriertem Obst (vor allem gequetschter Banane) züchten.
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Haferflocken mit Hefeweißbier zu einem Brei panschen
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Dr.Bretz vertreibt ein Instandfutter, nur noch Wasser dazu und fertig: dbretz@datacomm.ch
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Auf der Seite findest Du auch noch einiges über Drosos: http://www.Te Fak.Uni-Bielefeld.DE/techfak/ags/fermtech/tsc/droso.htm
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hier noch ein mail aus der IGF Mailingliste: "Ich nehme 1-Liter Tupper Behaelter. Ca. 20cm hoch und 12cm im Durchmesser.
Ich verruehre 3 Wuerfel Supermarkthefe mit 3 gehaeuften Teeloeffeln Rohrzucker
und fuelle dann auf 1/2 l mit irgendeinem Billig-Essig auf. Gegen das schlechte
Gewissen noch 5ml Reptisol (ein Vitaminkonzentrat von Tetra) und 1/2 Teeloeffel
Vitaminkalk dazurühren. Soviel Watte zugeben bis die Fliegen nicht mehr ertrinken
können. Reicht bei mir für 3 Behaelter und die reichen jetzt locker für 1 Woche
bei 15 adulten Dendrobaten in 2 Becken. (Die Fische die im Wasserteil bekommen
dann auch noch viele Fliegen ab.)

Obendrauf Holzwolle. Ist wirklich besser als Zellstoff.
Mit Zellstoff (Kuechenpapier) werden die Behälter nach oben mit einem Gummi
verschlossen und moeglichst warm (25°) gestellt. Gegen Austrocknung halte ich
Essig 1:1 mit Wasse verduennt für am b ten, da ich den Eindruck habe, daß
Fruchtsaft oder aehnlich zuckerhaltiges die Puppen verklebt und abtoetet.
Essig ist praktisch steril, klebt nicht und wird von Maden und Fliegen
gefressen.

Als alternatives Substrat zu Hefewuerfeln kann man noch Hundeflocken nehmen.
Die bestehen im Wesentlichen aus Hefeflocken. Das Ganze stinkt aber leider
ganz erbaermlich.

Mit dem Hefe-Rezept wachsen die Maden fast doppelt so schnell wie vorher mit
meinen muehselig zusammengekochten Obst/Haferflocken-Breien!
Keine Benzoesaeure mehr zum Konservieren noetig!

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Du kannst auch Kartoffelbrei als Basis nehmen und etwas Essig Hefe und Zucker dazu tun
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Manche nehmen auch billiges Apfelmus, mischen Haferflocken drunter bis es etwas fester ist, sowie Hefe Zucker und Essig. Ohne Hefe kannst Du den Brei auch portionsweise einfrieren => Hefe erst nach dem Auftauen dazu
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man kann sie auch auf Watte züchten:
Die Hefe-Schlempe fuell ich knapp 2 cm hoch ein und stampe nur soviel
Watte (bzw. nach meiner Erfahrung besser die genannten Kokosfasern) ein, bis
eben keine Fluessigkeit mehr darueber steht, damit die Zuchtansaetze nicht
ersaufen.
3.) Den Rest das Glases fuelle ich bis oben locker mit Holzwolle (kein
Papier!).
4.) Pro Glas Pi mal Daumen ca. 100 Fliegen.
5.) Die Glaeser mit den kleinen und grossen flugunfaehigen Drosophila stehen
in einem Regal ueber einer Heizung bei 22-24°C.
6.) Wenn die Maden die Hefe nahezu verbraucht haben, ehe sie sich verpuppt
haben, fuelle ich nach. Logisch, die leben ja schliesslich auch nicht
von Luft und Liebe! Bei der Gelegenheit kannst Du die Ansatz-Fliegen
verfuettern; die haben dann genug Eier gelegt. Nur mit Essig nachfuellen, wie
ein IGF'ler es macht, habe ich noch nicht probiert.
7.) Mein Misserfolg mit den Raubmilben ist wohl darauf zurueckzufueh n, dass
ich den Zuchtansatz aus einem aelteren Glas, in dem sich die Milben schon zu
weit entwickelt hatten, genommen hatte. Denn normalerweise sind die Fliegen
frueher fertig als die Milben. Und Zuchtansaetze ohne Milben zu bekommen, habe
ich inzwischen aufgegeben.
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bei Temperaturen über 24°C kann es sein, daß sich die Fliegen nicht mehr vermehren, wenn ich es recht in Erinnerung hab
...

Wie Du siehst gibt es viele Rezepte die alle irgendwie funktionieren. Ich pansche jedes mal frei Schnauze. Solange Hefe, Essig und Zucker drinnen sind, ist es egal was ich als Bindemittel nehme, es funktioniert eigentlich immer!

Schönen Gruß und viel Erfolg,
Martin


PS.: Wenns noch nicht langt, kann ich Dir noch ein paar Rezepte raussuchen oder mails mit Rezepten und Tips an Dich weiterleiten. :-)

PPS.: Sorry für den teilweise komischen Satzbau - hab keinen Bock gehabt das ganze noch lange schön auszuformulieren! *désolé*


`·.¸¸.·´¯`}&g <}}}°c´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸

PS.: Ich hätte auch Postings aus einer Froschmailingliste, wieviel Vitaminpulver oder pulverisierte Medikamente eine Droso nach dem Einpudern auf ihrem Körper tragen kann - hat doch glatt mal einer mit einer Feinwaage gemessen! :-)

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Schönen Gruss,
Martin

PS. Stef@n: Wenn der Nährbrei zu Ende geht, einfach etwas neuen in den Becher tun, oder ein Stück sehr reife Banane rein. Im Prinzip kann man sie auch nur auf reifer Banane züchten.



Micha
- Mitglied -
Erstellt am: 24. Juli 2000 23:48 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Micha anzusehen!   Klicken Sie hier, um Micha eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Hi Martin,

jetzt wo Du die ganzen Rezepte aufgeführt hast sehe ich gerade, daß ich bei meinem genannten Rezept glatt die Hefe zu erwähnen vergessen habe...oh oh !


Gruß Micha

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