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Autor Thema:   Springschwänze !!???!!??
Daxter
- Mitglied -
Erstellt am: 27. Juni 2000 22:57 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Daxter anzusehen!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Moin ZUsammen...

Hab meine Ungebetenen Terribewohner (zumindestens erst mal einen) eben genauer unter die Lupe genommen und festegestellt, daß er, zumindestens soweit ich es sehen konnte, mit 6 Beinen gesegnet ist und somit wohl ein Springschwanz sein soll (Milben, so sagte man mir hätten 8).
Nun mal meine Frage: wie groß sind Springschwänze (meine sind ca. 0.5 - 0.7 mm lang) und wie sehen sie aus???
Meine sind einfach oval, mit Beinen dran und leicht gelblich, soweit ich das mit der Lupe im direkten Licht sehen kann....

TX im Vorraus

Daxter

Micha
- Mitglied -
Erstellt am: 28. Juni 2000 11:04 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Micha anzusehen!   Klicken Sie hier, um Micha eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Moin Daxter,

werden wohl Springschwänze sein, die Du im Terri hast. Hatte ich auch schonmal in einem Terrarium mit Blumenerde als Bodengrund. Darauf gedeihen die prächtig. Die sammeln sich gerne in der Wasserschale zu einem richtigen Fleck zusammen und zappeln/springen ganz leicht.
Sehen wirklich nur wie ein blasser, kleiner, ovaler Strich aus. Werden wenn überhaupt nur einen Millimeter groß.
Wenn Du den Boden trockener hälst verschwinden sie wieder ganz schnell.
Wenn sie Dich stören, setz doch einen kleinen Dendrobaten mit ins Terri, der frißt die Ruck-Zuck weg


Gruß Micha

Lars
- Mitglied -
Erstellt am: 28. Juni 2000 11:15 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Lars anzusehen!   Klicken Sie hier, um Lars eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Hallo Micha, was ist denn ein "Dendodingeskirchen"?

Gruß Lars

Micha
- Mitglied -
Erstellt am: 28. Juni 2000 13:56 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Micha anzusehen!   Klicken Sie hier, um Micha eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Hallo Lars,

das ist ein Pfeilgiftfrosch. Der ernährt sich von Springschwänzen (jedenfalls im Terri)


Gruß Micha

Manderscheit Gerry
- Moderator -
Erstellt am: 28. Juni 2000 14:06 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Manderscheit Gerry anzusehen!   Klicken Sie hier, um Manderscheit Gerry eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Hallo!

Und was ist wenn der Frosch der Spinne zu nahe kommt?Ich sehe da schwarz für die Spinne,da die Pfeilgiftfrösche starkes Gift haben.

Gruss Gerry

Micha
- Mitglied -
Erstellt am: 28. Juni 2000 14:32 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Micha anzusehen!   Klicken Sie hier, um Micha eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Hallo Gerry,

das war garnicht so ernst gemeint, deswegen auch der !
Wer Dendrobaten hat, weiß aber auch, daß die an dem Klima im Spinneterri keine große Freude hätten. Die Dendrobaten im Terrarium verlieren nach kurzer Zeit ihre Giftwirkung, da das Gift in der Natur durchs Futter aufgenommen wird. Sie ernähren sich von giftigen Termiten und sonem Zeug...
Wenn einer Dendros hält sind die bestimmt nichtmehr (sehr) giftig.

In der Natur kann es aber vorkommen, daß Vogelspinnen eine Lebensgemeinschaft mit Dendrobaten eingehen, und ihr Leben lang zusammen eine Korkröhre bewohnen.
Daher scheint das Thema Giftigkeit für VS uninteressant zu sein.


Gruß Micha

Martin Huber
- Mitglied -
Erstellt am: 28. Juni 2000 23:09 Klicken Sie hier, um sich das Profil von Martin Huber anzusehen!   Klicken Sie hier, um Martin Huber eine eMail zu senden!   Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

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Hallo Micha,

hast Du Dendrobaten oder Phyllobaten?

Stimmt schon, dass sie im Terrarium an Toxizität verlieren, aber ganz so schnell geht es nun auch wieder nicht!

Nur aus der Natur entnomme Tiere haben die maximale Giftwirkung, wobei Jungtiere noch nicht die volle Toxizität erreichen und von manchen Predatoren auch gefressen werden. In Gefangenschaft reduziert sich die Toxizität der Tiere etwa auf die Hälfte der ursprünglichen, bei Nachzuchten aus Terrarien fehlt sie vollständig. Es ist daher wahrscheinlich, dasss an der Toxinproduktion exogene Faktoren aus dem natürlichen Biotop beteiligt sind. Es gibt Thesen, dass Bakterien daran beteiligt sind, oder dass es mit der Nahrung, primär Ameisen, zusammenhängt.

Die Funkion der durch die Amphibeinhaut produzierten Substanzen ist offensichtlich. Sie dienen der Abwehr gegen zweierlei Feinde unterschiedlichr Größe: kleine Mikroorganismen (durch Bilung eines antibiotischen Schleimfilms) und w entlich größere Beutegreifer (Predatoren). Daher würde es mich interessieren, woher Du (Micha) die Infos mit der Symbiose(?) von Dendrobates spp. und Vogelspinnen hast. Ich hab zwar schon gehört von dem Zusammenleben Frosch/Spinne, kann mich aber in dem Zusammenhang nicht an Dendrobatiden erinnern.

Ach ja, die Toxinproduktion enstand bei verschiedenen Amphibiengruppen mehrmals unabhängig voneinander und führte zu ähnlichen, konvergenten Entwicklungen.

Allein in der Haut der Gattungen Dendrobates und Phyllobates (Dendrobatidae) wurden an die 200 verschiedene Alkaloide festgestellt, was die Dimension ihrer Produktion von biologisch aktiven Substanzen und das darin liegende Potential für die Pharmakologie eindrucksvoll unterstreicht.

Das berühmteste Amphibientoxin ist zweifellos dsa Batrachotoxin der Baumsteigerfrösche (Dendrobatidae), das neben Curare das bekannteste südamerikanische Pfeilgift ist. Hier ist anzumerken, dass Curare nicht wie in vielen Büchern zu lesen ist aus Pfei iftfröschen gewonnen wird, sondern aus Pflanzen!
Die Indianer Mittel- und Südamerikas setzen ihre vergifteten Pfeile heute nur noch bei der Jagd gegen Tiere ein. Früher wurde dies tödliche und in den Händen der Indianer äußerst treffsichere Waffe auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen verwendet - D***y, hast also Glück gehabt, dass wir hier im Forum nur mit digitalen Waffen aufeinander losgehen... =;o)

Das Batrachotoxin gehört zu den stärksten natürlichen, nicht eiweißartigen Giften überhaupt. Batrachotoxine sind neurotoxisch wirkende Steroid-Alkaloide, die auf die Natriumkanäle der erregbaren Membranen von Nerven- und Muskelzellen wirken. 0,00001 Gramm dieses Giftes kännen bereits einen mittelgroßen Mann töten, das Gift eines adulten Exemplars würde für die Tötung von 20.000 Labormäusen reichen. Neben dem Batrachotoxin sind bei Dendrobatiden zahlreiche weitere, weniger starke Wirkstoffe bekannt, so das Pumiliotoxin oder Histrionicotoxin.
Die Toxizität wird üblicherweise it dem im experimentellen Tierversuch gewonnen LD50-Wert angegeben. Darunter versteht man die Dosis, bei der 50 Prozent der getesteten Tiere sterben, also die mittlere letale Dosis.

Dagegen sind unsere Vogelspinnen ja richtige Waisenkinder!

Schönen Gruss,
Martin


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